Elizabeth Strout: Das Leben natürlich Jonathan Lethem: Der Garten der Dissidenten Beide Bücher hab ich für den Lesekreis gelesen. Den Lethem hätte ich mir vielleicht auch so gegönnt, dann aber noch mehr Probleme damit gehabt. Zwei grundverschiedene Bücher, die aber das gemeinsame Thema „Familie“ haben. Strout erzählt eine Geschichte die in der Provinz von Maine […]
Beiträge der Kategorie Allgemein:
Eines Tages werden wir alt sein, Baby
Okay, Hunderttausende haben das früher gecheckt. aber jetzt bin auch ich drauf gestoßen:
April-Auslese: Katja Petrowskaja „Vielleicht Esther“
Ein schmales Bändchen, aber ein ganz großes Buch! Die Autorin erzählt die Geschichte ihrer Familie über vier, fünf Generationen. Und schreibt gleichzeitig über das Erzählen von Geschichte. Wie irrwitzig, dass ihre Vorfahren Taubstummenlehrer waren. In dieser Doppelrolle desjenigen, der nicht alle Sinneseindrücke hat, um das Überlieferte aufzunehmen und dessen Sprache nicht genügt, das zu erzählen, […]
April-Auslese: Martin Mosebach „Das Blutbuchenfest“
Ein Buch, das ich gern las. Die Konstruktion ist nicht übermäßig phantasievoll: jedes Kapitel dreht sich weitgehend um jeweils eine Person; der Personenkreis aus dem geschöpft wird ist die Frankfurter Schickeria; die verbindenden Glieder sind von Anfang an Ivana, die bosnische Putzkraft, und im Fortgang des Buches zunehmend mehr das „Blutbuchenfest“. Die Geschichte entwickelt sich […]
Fotografie und Zeit
„Fotos halten den Moment fest.“ Stimmts? Nee, stimmt nicht. Wie war das denn in den Anfängen der Fotografie? Langzeitbelichtungen waren notwendig, um überhaupt ein Bild zu bekommen. Der „Moment“ war dann durchaus mal ein paar Stunden lang. Okay, schnell wurde die Empfindlichkeit der Platten gesteigert, die Objektive wurden besser und damit die Belichtungszeit kürzer. Trotzdem: […]
Ausgelesen: „Treideln“ von Juli Zeh
Keine Ahnung, wie Poetikvorlesungen in Frankfurt sonst so sind. Die von Juli Zeh ist ein „Briefroman“: E-Mails, die sie an diverse Adressaten schickt (die Antworten ahnen wir nur aus ihren Texten), E-Mails, die zuerst ihre harsche Ablehnung der ihr angetragenen Poetikvorlesung beinhalten, die dann aber, nachdem sie überredet wurde, ihre Poetik beinhalten. Oder jedenfalls eine […]
Ausgelesen: Wolfgang Herrndorf „Diesseits des Van-Allen-Gürtels“
Seit langem mal wieder eine Sammlung Erzählungen, nein, Kurzgeschichten gelesen. Der Unterschied? Ich glaube, eine Erählung hat eine Entwicklung, eine Handlung. Eine Kurzgeschichte ist eher ein Blitzlicht auf eine Situation. In einer der Geschichten zitiert Herrndorf Chabrol: „Eine gute Geschichte muss einen Anfang haben, ein Mitte und ein Ende.“ Nun, für Kurzgeschichten gilt dies nicht. […]