Lesekreis am ersten Herbstwochenende (Oktober 2023)

Georgi Gospodinov: Zeitzuflucht Das Urteil über dieses Buch war alles anderes als einhellig und reichte von Nichtfertiggelesen weil „ich fands dann zu langweilig“ bis zu „ich fand das superspannend“, weil eine politische Idee (die der schön geredeten Vergangenheit) konsequent weitergedacht wurde. In meinen Augen bestand das Werk aus drei Teilen, die nacheinander erzählt wurden: ein […]

Ausgelesen: „Blue Skies“ von T. C. Boyle

Leseempfehlung! Boyle schreibt über das Leben im sich zuspitzenden Klimawandel ohne eine Katastrophe zu beschreiben. Anders gesagt: er beschreibt die Fähigkeit des Menschen, die Katastrophe zwar intellektuell wahrzunehmen, deshalb aber doch nicht das Ruder herum zu werfen. Stattdessen experimentiert man mit essbaren Insekten im persönlichen Speiseplan und spart Wasser. Aber auch nur Wasser, dafür fließt […]

Hutzellese (Juli 2023)

Gabriele Tergit: Der erste Zug nach Berlin Es gab sie natürlich, die verhaltenen bis kritischen Stimmen, die bemängelten, dass das Lesevergnügen etwas eingeschränkt war. Dass man zu wenig Roman bekommen habe, zu wenig Handlung. Dass die starke Dialoglastigkeit des Textes und das Setting vieler Szenen etwas von einer Theateraufführung habe (Hey! Vielleicht wäre der Text […]

Frühlings-nach-lese-fest

David Grossman: Was Nina wusste. Ein  generationenübergreifendes Trauma wird von der Großmutter über die Tochter an die Enkelin durchgereicht. Am Anfang steht Großmutter Vera steht. Schon ihr Leben lang, richtet sich ihr Umfeld an ihr aus, umkreist sie wie ein Zentralgestirn. Sie steht im MIttelpunkt von Familien und Generationen und ist auch im hohen Alter […]